2008 gastierte die Life-Award-Gala im Landestheater in Innsbruck. Mit Stargast Geradline Chaplin als Laudatorin für Sabriye Tenberken unterstrich der Life Award seinen internationalen Status.
Preisträger 2008
Sabriye Tenberken, die weltweit vielfach ausgezeichnete Tibetologin ist gebürtige Deutsche und mittlerweile auf dem „Dach der Welt“ zuhause. Sie gilt weltweit als eine der bekanntesten blinden Frauen, entwickelte für Tibet eine eigene Blindenschrift, gründete Schulen und Kompetenzzentren für die bis dahin am Rand der Gesellschaft lebenden Blinden in Tibet und Indien. Weltweite Bekanntheit erlangte sie weiters durch das gemeinsame Filmprojekt „Blindsight“ mit Erich Weihenmayer, der als erster Blinder den Mount Everest bestiegen hat.
Prof. Lydia la Rivière-Zijdel aus den Niederlanden ist Frauenrechtlerin und Selbstverteidigungslehrerin. Sie zeichnet sich durch besonderes persönliches Engagement für behinderte Frauen auf der ganzen Welt aus. Selbst im Rollstuhl gibt sie Kurse in Selbstverteidigung für behinderte Frauen und Mädchen, hält den Schwarzen Gürtel in Karate und Aikido und wird weltweit als Fachfrau, Diskussionsteilnehmerin und Rednerin bei politischen Treffen angefragt.
Oliver Antosch aus der Bundesrepublik Deutschland sitzt seit einem selbstverschuldeten Motorradunfall im Alter von 18 Jahren im Rollstuhl. In einer führenden Position im IT-Bereich der adidas AG beschäftigt,
findet er dennoch Zeit, sich als Betriebsrat und Behindertenbeauftragter für die Belange kranker und beeinträchtigter Mitarbeiter einzusetzen. Als Berater unterstützt er weiters die Audi AG bei der Entwicklung
behindertengerechter Fahrzeuge.
Josef Hofer, Maler und Zeichner aus Oberösterreich ist mehrfach körperlich und mental behindert. Er ist zudem gehörlos und wuchs mit seinem fünf Jahre älteren, ebenfalls behinderten Bruder auf einem Mühlviertler Bauernhof auf. Durch seine Aufnahme in die „Collection de l’Art Brut“ erlangte Josef Hofer internationale Anerkennung, außerdem wird er von Arnulf Rainer als einflussreichster Künstler dieser Art in Österreich genannt.
Thomas Geierspichler, querschnittsgelähmt, ist Renn-Rollstuhlfahrer und stammt aus Salzburg. Als Ausnahmeathlet konnte er bereits nach kurzer Trainingszeit mit der Weltspitze mitfahren. Bei den Paralympics
in Peking 2008 erlebte er mit der Goldmedaille beim Marathon seinen bisher wohl größten Triumph.
Das Race Across America Team durchquerte in nur zehn Tagen Amerika. Das österreichische Rollstuhlfahrerteam stellte sich – als bisher einziges – dem härtesten Langstrecken-Radrennen der Welt. Thomas Bechter, Philipp Bonadimann, Jürgen Egle, Hubert Kilga, Klaus Salzmann und Wolfgang Wimmer überwanden in 10 Tagen einen physischen und psychischen Grenzgang von 4912 km und 33.440 Höhenmeter.
