Der Life Award 2011 wurde verliehen an:
In der Kategorie Sport:
Silvano Beltrametti: Der erfolgreiche Schweizer Skirennfahrer stürzte 2001 bei einer Abfahrt schwer und zog sich dabei eine Wirbelfraktur zu. Der Unfall zwang ihn, sein Leben im Rollstuhl zu verbringen. Dennoch blieb er dem Sport treu. Nach einer Ausbildung zum technischen Kaufmann war er als Geschäftsführer von skionline.ch, einem Informationsportal über den Skisport, tätig. Heute ist er OK-Präsident der Weltcuprennen in Lenzerheide. Privat ist er auch heute noch sportlich aktiv und fährt mit Monoski und Handbike.
In der Kategorie Wirtschaft:
Mag. Klaus Klammer stürzte im Alter von 17 Jahren bei einem Skirennen schwer und verletzte sich am Rückenmark. Seither ist er querschnittsgelähmt. Der studierte Betriebswirt ist heute als Steuerberater tätig. Wie man sein Schicksal trotz Handicap meistern kann, gab er unter anderem im Projekt Support des Österreichischen Zivil-Invalidenverbandes weiter. Sein Lebensweg beweist, dass wirtschaftlicher Erfolg und Handicap sich vereinbaren lassen.
In der Kategorie Gesellschaft:
Dr. Alexander Niederwimmer verlor kurz vor seiner Matura an der HTL in Linz sein Augenlicht. Doch von seinem Berufstraum ließ sich der inzwischen 38-jährige, gebürtige Linzer nicht abbringen. Als erster vollständig erblindeter Student an der Kepler-Universität in Linz schloss er sein Jus-Studium ab und ist nun als Jurist bei der Bundespolizeidirektion in Linz tätig.
In der Kategorie Kunst und Kultur:
Paulus Ploier schaffte es trotz einer Querschnittlähmung und schwierigen Lebensumständen, die Kraft aufzubringen seion Leben zu meistern. Gemeinsam mit seiner Frau absolvierte er eine Ausbildung zu Focusing-Begleiter. Neue Lebenskraft schöpfen und Hürden, die das Leben stellt als Herausforderung zu sehen, um daran persönlich zu wachsen – unter diesen Mottos halten Paulus und Monika Ploier Seminare und bieten auch Einzel- bzw. Paartherapien an. Derzeit absolviert er eine Ausbildung zum Krisenbegleiter für Babys, Kleinkinder und Familie.
Der Special Award wurde verliehen an:
Otto Hauck erblindete als Kind durch einen Unfall. Bis zu seiner Pensionierung 1999 war der promovierte Jurist als Vorsitzender Richter am Landgericht in Marburg tätig. Über 40 Jahre lang kämpfte Dr. Otto Hauck für die Chancengleichheit und Gleichberechtigung blinder und sehbehinderter Menschen. Noch heute im Alter von 73 Jahren ist der Träger des Verdienstkreuzes erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland im Verwaltungsrat der Deutschen Blindenstudienanstalt und im Vorstand des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten.